EuGH: Verpflichtende Zeiterfassung für Mitarbeiter

EuGH: Verpflichtende Zeiterfassung darf nicht zur Überwachung der Mitarbeiter führen!

Nach einem neuen Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus Mai 2019 sind Arbeitgeber nun dazu verpflichtet ein System zur Arbeitszeiterfassung einzuführen.
Durch dieses Urteil soll eine faire Vergütung von Überstunden und der Schutz der Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet werden.

Und der Datenschutz?
Werden Daten der Mitarbeiter bei externen Anbietern verwaltet (Apps oder Microsoft 365, auch viele klassische Zeiterfassungssysteme) ist laut Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) eine spezielle Regelung zur Verarbeitung im Auftrag nötig (Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung).
Auch die Mitarbeiter müssen darüber informiert werden, welche Dienstleister ihre personenbezogenen Daten erhalten und verwalten – der Betriebsrat hat hier sogar ein Mitbestimmungsrecht.

Und Vorsicht! In zahlreichen Betrieben mit flexiblen Arbeitszeiten (Homeoffice oder Arbeit im Urlaub) können trotz Zeiterfassung Spannungsfelder zwischen den Kontrollrechten des Arbeitgebers und dem Schutz der Privatsphäre der Mitarbeiter entstehen.

In keinem Fall darf eine Arbeitszeiterfassung zu einer Überwachung der Mitarbeiter führen!

Sind Sie sich unsicher, ob Ihre Zeiterfassung den Anforderungen der DS-GVO genügt?
Sprechen Sie uns an, wir helfen gerne weiter.

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